Topische Behandlung beim Basalzellkarzinom auch erfolgreich

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Wenn nicht operiert werden soll, kann ein Basalzellkarzinom mit einer Salbe behandelt werden, die das Immunsystem gegen den Tumor anregt.

Basalzellkarzinome der Haut, auch Basaliome genannt, werden möglichst operiert. Doch kann es mitunter Gründe geben, auf eine Operation zu verzichten – etwa, weil der Eingriff starke kosmetische Beeinträchtigungen nach sich ziehen würde und der Patient oder die Patientin ihn deshalb nicht wünscht. In einem solchen Fall lassen sich gute Langzeitergebnisse mit einer topischen Therapie mit Imiquimodsalbe erzielen, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Investigative Dermatology berichteten.

Imiquimod gehört zur Wirkstoffgruppe der Immuntherapeutika. Er ist für die lokale Behandlung von Feigwarzen, Basaliomen und aktinischen Keratosen zugelassen. Imiquimod regt die Immunantwort auf Tumorzellen an, indem er Immunzellen aktiviert und die Bildung von Botenstoffen des Immunsystems, sogenannten Zytokinen, fördert. 

In einer Studie wurden Patienten mit Basalzellkarzinom entweder operiert oder mit Imiquimodsalbe behandelt. Nach fünf Jahren waren 173 von 177 Operierten (knapp 98 Prozent) und 170 von 206 mit Imiquimod Behandelten (82,5 Prozent) noch ohne Rückfall. Wenn Patienten nach der Therapie mit Imiquimod einen Rückfall erlebten, geschah dies in den meisten Fällen innerhalb des ersten Jahres. 

Auch wenn die Operation der topischen Behandlung mit Imiquimodsalbe beim Basalzellkarzinom klar überlegen ist, könne letztere doch als eine Therapieoption angesehen werden, wenn eine Operation ausgeschlossen ist. Wenn die Patienten frühzeitig auf die topische Behandlung mit der Salbe ansprechen, können sie in den meisten Fällen langfristig davon profitieren.

 

Quelle:

Williams, H. C. et al.: Surgery Versus 5% Imiquimod for Nodular and Superficial Basal Cell Carcinoma: 5-Year Results of the SINS Randomized Controlled Trial. Journal of Investigative Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 5. Dezember 2016, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.jid.2016.10.019

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.10.2017 21:19