Todesraten an Kehlkopfkrebs in Europa rückläufig

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

EU-weit gingen die Sterbefälle an Kehlkopfkrebs in den letzten zwei Jahrzehnten zurück. Ein Grund dafür: Es wird weniger geraucht und weniger Alkohol getrunken.

Eine gute Nachricht: Die Sterberaten an Kehlkopfkrebs in Europa sind in den letzten 20 Jahren sowohl bei Frauen als auch bei Männern zurückgegangen. Das berichteten Wissenschaftler kürzlich in der Fachzeitschrift International Journal of Cancer.

Noch zwischen 1950 und 1970 war ein stetiger Anstieg der Sterbefälle von Kehlkopfkrebs zu verzeichnen, danach stagnierten die Zahlen weitgehend. Nun werteten Forscher die Sterberaten der letzten 20 Jahre für 34 europäische Länder im Einzelnen und die Europäische Union (EU) als Ganzes aus.

Zwischen 1980 und 1991 blieben die Todesfälle bei Männern in der EU stabil, von 1991 bis 2012 gingen sie jährlich um 3,3 Prozent zurück. In den Jahren 1990/91 betrug die altersstandardisierte Sterberate in der EU bei Männern 4,7 pro 100.000 Einwohner, in den Jahren 2010/11 2,5 pro 100.000. Der Rückgang der Sterblichkeit betraf die meisten europäischen Länder. 2010/11 waren die höchsten Sterberaten in Ungarn, Moldawien und Rumänien zu verzeichnen, die niedrigsten in Finnland, Norwegen, Schweden und der Schweiz. Auch die Häufigkeit von Kehlkopfkrebs ging bei Männern in den letzten zwei Jahrzehnten leicht zurück.

Bei Frauen blieb die Sterberate EU-weit zwischen 1980 und 1994 stabil bei 0,29 pro 100.000 Einwohner, danach ging sie leicht zurück auf 0,23 pro 100.000. Die positiven Trends sind nach Ansicht der Studienautoren vermutlich auf einen Rückgang des Rauchens und – insbesondere in den mediterranen Ländern – des Alkoholkonsums zurückzuführen.

 

Quelle:

Chatenoud, L. et al.: Laryngeal cancer mortality trends in European countries. International Journal of Cancer 2016, 138(4):833–842

 

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Weitere Nachrichten zum Thema Krebs:

Zurück

Aktualisiert am: 25.07.2017 17:23