Therapieverlauf bei schwarzem Hautkrebs

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Steigt ein bestimmter Entzündungsmarker im Blut an, kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass die Krankheit voranschreitet

Bei Patienten mit schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, eignet sich die Messung eines bestimmten Entzündungsmarkers im Blut offenbar gut dafür, die Prognose vorherzusagen. Das erbrachten die Ergebnisse einer Studie im Journal of Clinical Oncology.

Die Forscher nutzten für ihre Messungen Blutproben von 1.144 Melanompatienten. 115 Patienten unterzogen sich zudem wiederholt Blutentnahmen. Gemessen wurde die Menge an C-reaktivem Protein (CRP), einem Marker für Entzündungen. Die ermittelten CRP-Werte wurden in Zusammenhang zu Veränderungen im Krankheitsverlauf gestellt.

Erhöhte Werte an CRP gingen mit einem schlechteren Gesamtüberleben und einem schlechteren Melanom-bezogenen Überleben einher. Am stärksten war dieser Zusammenhang bei Patienten mit einem frühen Tumor im Stadium I oder II. Bei den Patienten, die sich regelmäßigen Blutkontrollen unterzogen, konnte das Ansteigen von CRP ein Anzeichen für ein Voranschreiten der Melanomkrankheit sein.

Mithilfe von CRP-Messungen lasse sich bei Patienten mit schwarzem Hautkrebs womöglich der Therapieverlauf kontrollieren, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Quelle:

Fang, S. et al.: C-Reactive Protein As a Marker of Melanoma Progression. European Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 16. März 2015, doi: 10.1200/JCO.2014.58.0209

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35