Therapieerweiterung bei peripherem T-Zelllymphom zahlt sich langfristig aus

Nachricht vom 28.12.2021

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Die langfristigen Überlebensaussichten steigen.

Bei Patienten mit peripherem T-Zelllymphom kann es sich langfristig lohnen, der Standardchemotherapie ein bestimmtes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat hinzuzufügen. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der ECHELON-2-Studie, die in der Fachzeitschrift Annals of Oncology veröffentlicht wurden.

Das periphere T-Zelllymphom gehört zu den sogenannten Non-Hodgkin-Lymphomen. Bei bestimmten Subtypen bilden die Tumorzellen vermehrt CD30. Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das nun in seiner Wirksamkeit getestet wurde, setzt ein Zytostatikum frei und bewirkt bei CD30-tragenden Tumorzellen den vorzeitigen Zelltod. 452 Patienten mit einem peripheren T-Zelllymphom, das viel CD30 bildet, wurden für die Studie gewonnen. Sie erhielten die Standardchemotherapie mit oder ohne das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat. Nach fünf Jahren waren die Raten des Gesamtüberlebens und des Überlebens, ohne dass die Krankheit weiter vorangeschritten war, in der Gruppe der mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat behandelten Patienten, signifikant höher. 

Offenbar könne sich die gute Wirkung des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats langfristig auswirken und die Überlebensaussichten von Patienten mit peripherem T-Zelllymphom verbessern, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. Bei mehr als 60 Prozent der Patienten war die Krankheit auch nach fünf Jahren noch immer in Remission, also nicht weiter vorangeschritten. Die Nebenwirkungen der Behandlung konnten in der Regel gut aufgefangen und behandelt werden.

 

Quelle:

Horwitz S et al. The ECHELON-2 Trial: 5-year results of a randomized, phase 3 study of brentuximab vedotin with chemotherapy for CD30-positive peripheral T-cell lymphoma. The REALITY Randomized Clinical Trial. Annals of Oncology 2022, doi: https://doi.org/10.1016/j.annonc.2021.12.002

 

(KvK)

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