Therapie bei fortgeschrittenen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST)

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Schreitet das Krebsleiden unter der Behandlung mit Imatinib fort, rechtfertigt sich offenbar ein Wechsel auf Sunitinib

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) können zielgerichtet mit dem Tyrosinkinasehemmer Imatinib behandelt werden. Schreitet die Krankheit trotz dieser Behandlung fort, lohnt sich der Wechsel auf Sunitinib. Dies legen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer nahe.

In der Untersuchung wurden Patienten mit fortgeschrittenem GIST, die nicht oder nicht mehr ausreichend auf Imatinib ansprachen oder das Medikament nicht vertrugen, mit Sunitinib behandelt – in Sechs-Wochen-Zyklen mit vier Wochen täglicher Behandlung gefolgt von zwei Wochen Behandlungspause. Die Forscher bezogen in ihre Analyse die Daten von mehr als 1.000 Patienten ein. Nach rund acht Monaten begann der Tumor bei der Hälfte der Patienten wieder voranzuschreiten, nach rund 17 Monaten war die Hälfte der Patienten noch am Leben. 

Schwerwiegende Nebenwirkungen (Grad 3 und 4) waren vor allem das Hand-Fuß-Syndrom, Fatigue (chronische Erschöpfung), ein Mangel an Abwehrzellen (Neutropenie), Bluthochdruck und ein Mangel an Zellen für die Blutgerinnung (Thrombozytopenie). 

Nach Ansicht der Studienautoren rechtfertige es sich, bei Patienten mit fortgeschrittenem GIST nach Versagen einer Imatinibtherapie die Behandlung mit Sunitinib fortzusetzen. Die Studie bestätige die langfristig gute Wirksamkeit und Sicherheit dieser Therapie.

 

Quelle:

Reichardt, P. et al.: Clinical outcomes of patients with advanced gastrointestinal stromal tumors: Safety and efficacy in a worldwide treatment-use trial of sunitinib. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 13. Januar 2015, DOI: 10.1002/cncr.29220

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Weitere Nachrichten zum Thema Krebs:

Zurück

Aktualisiert am: 20.10.2017 17:07