Strahlentherapie bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

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Sie kann bei ausgeprägter Lymphknotenbeteiligung zusätzlich zur Operation und unterstützenden Chemotherapie Überlebensvorteile bringen

Sind bei einer Erkrankung an nicht-kleinzelligem Lungenkrebs bereits weiter entfernt liegende Lymphknoten betroffen, kann es sich lohnen, nach der Operation nicht nur eine unterstützende (adjuvante) Chemotherapie, sondern zusätzlich auch noch eine Strahlentherapie durchzuführen. Das bestätigten die Ergebnisse einer Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurden.

In der Untersuchung berücksichtigten die Forscher die Daten von fast 4.500 Patienten, die wegen nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit ausgeprägter Lymphknotenbeteiligung operiert und  anschließend chemotherapiert worden waren. Ein Teil von ihnen hatte zusätzlich auch eine moderne Strahlentherapie erhalten. 

Die Strahlentherapie wirkte sich positiv auf das Gesamtüberleben der Patienten aus: Neben zahlreichen anderen Faktoren wie u.a. einem jüngeren Lebensalter bei der Diagnose, einer guten allgemeinen körperlichen Verfassung, kleinerer Tumorgröße und Chemotherapie mit verschiedenartigen Wirkstoffen erwies sich die Strahlentherapie als unabhängiger Einflussfaktor für ein besseres Gesamtüberleben fünf Jahre nach der Diagnose.

Eine Strahlentherapie nach Operation und adjuvanter Chemotherapie könne bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und stärkerer Lymphknotenbeteiligung vorteilhaft für die Überlebensaussichten sein, so fassten die Studienautoren ihre Ergebnisse zusammen.

 

Quelle:

Robinson, C. G. et al.: Postoperative Radiotherapy for Pathologic N2 Non–Small-Cell Lung Cancer Treated With Adjuvant Chemotherapy: A Review of the National Cancer Data Base. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 9. Februar 2015, doi: 10.1200/JCO.2014.58.5380

(kvk)

 

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Aktualisiert am: 17.11.2017 13:18