Stimmrehabilitation nach Strahlentherapie bei Kehlkopfkrebs

Nachricht vom 14.12.2021

Eine aktive Stimmrehabilitation nach einer Strahlentherapie bei Kehlkopfkrebs kann Stimm- und Sprechproblemen entgegenwirken.

Eine Strahlentherapie bei Kehlkopfkrebs kann die Stimmbänder schädigen und damit das Sprechen beeinträchtigen. Offenbar ist es möglich, dem durch eine aktive Intervention erfolgreich entgegenzuwirken. Dies geht aus den Ergebnissen einer Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Acta Oncologica veröffentlicht wurden.

An der Studie nahmen 74 Patienten teil, die sich wegen Kehlkopfkrebs einer Strahlentherapie unterziehen mussten. 37 von ihnen erhielten eine aktive Intervention, um Stimmproblemen vorzubeugen, die übrigen 37 nicht. Die Intervention zur Rehabilitation der Stimme bestand aus zehn Sitzungen, die unmittelbar nach Beendigung der Strahlentherapie durchgeführt wurden. Direkt nach Abschluss der Strahlentherapie sowie zwölf und 36 Monate später wurde bei allen Studienteilnehmern die Stimmqualität untersucht.

Die Intervention zur Rehabilitation der Stimme verbesserte die Stimm- und Sprechqualität signifikant, wie sich 36 Monate nach der Strahlentherapie im Vergleich zur Ausgangsuntersuchung zeigte. In der Kontrollgruppe war eine solche positive Veränderung nicht festzustellen. Und auch zwischen den beiden Gruppen gab es signifikante Unterschiede zugunsten der Stimmrehabilitationsgruppe.

Eine Stimmrehabilitation nach einer Strahlentherapie bei Kehlkopfkrebs könne offenbar positive Effekte erzeugen, die mindestens drei Jahre anhalten, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. 

 

Quelle:

Karlsson T et al. Effect of voice rehabilitation following radiotherapy for laryngeal cancer – a 3-year followup of a randomised controlled trial. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 21. November 2021, DOI: 10.1080/0284186X.2021.1995891

 

(KvK)

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