Stereotaktische Strahlentherapie bei Leberzellkrebs im frühen Stadium

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Bei kleinen Tumoren lassen sich mit der stereotaktischen Strahlentherapie gute Behandlungsergebnisse erzielen.

Obwohl bei vielen Patienten Leberkrebs in einem frühen, eigentlich noch operablen Stadium entdeckt wird, kann die Operation nicht immer durchgeführt werden, etwa, weil andere Leberkrankungen oder Begleiterkrankungen vorliegen, sodass der Eingriff zu belastend würde. Dann kommt womöglich eine stereotaktische Strahlentherapie als Alternative in Frage, bei der das Tumorgewebe punktgenau bestrahlt werden kann. Die Therapie ist offenbar gut wirksam, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Acta Oncologica berichteten.

In die Überblicksstudie wurden die Daten aus 16 Studien mit insgesamt 973 Patienten einbezogen, bei denen frühzeitig ein noch kleiner Lebertumor festgestellt worden war. Die allermeisten Patienten befanden sich in einem guten körperlichen Zustand. Sie erhielten eine stereotaktische Strahlentherapie. Nach einem Jahr waren noch rund 91 Prozent von ihnen am Leben, nach drei Jahren rund drei Viertel. 

Offenbar, so die Studienautoren, bringe die stereotaktische Strahlentherapie bei Patienten mit kleinem Leberzelltumor eine gute lokale Kontrolle, die mit der Operation und der Radiofrequenzablation, einer anderen lokal wirksamen Methode, vergleichbar sei. 

 

Quelle:

Dobrzycka M et al. Stereotactic body radiation therapy for early-stage hepatocellular carcinoma – a systematic review on outcome. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 29. August 2019, https://doi.org/10.1080/0284186X.2019.1657942

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 18.09.2019 16:42