Stereotaktische Bestrahlung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

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Bei lokal fortgeschrittenen Tumoren kann die stereotaktische Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie wirksam eingesetzt werden.

Bei lokal fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs kann eine stereotaktische Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie effektiv wirken. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Cancer Research in Clinical Oncology.

An der Studie nahmen 56 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs teil. Sie erhielten eine stereotaktische Strahlentherapie, bei der das Tumorgewebe punktgenau mit jeweils hohen Einzeldosen bestrahlt wird. Vor der Bestrahlung erhielten die Patienten zudem eine Chemotherapie mit zwei Wirkstoffen. Auch nach der Strahlentherapie wurde die Chemotherapie fortgesetzt, bei einigen Patienten solange, bis die Krankheit wieder voranschritt. 

Die Therapie erwies sich als wirksam, nach einem Jahr waren mehr als 80 Prozent der Patienten noch am Leben, bei knapp der Hälfte der Patienten war der Tumor auch nicht weiter vorangeschritten. Die Nebenwirkungen waren nach Angaben der Studienautoren akzeptabel, vor allem Magen-Darmbeschwerden traten auf.

Die stereotaktische Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie habe sich damit bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs als effizient und weitgehend gut verträglich erwiesen, so die Einschätzung der Studienautoren.

 

Quelle:

Shen ZT et al. Clinical outcomes and prognostic factors of stereotactic body radiation therapy combined with gemcitabine plus capecitabine for locally advanced unresectable pancreatic cancer. Journal of Cancer Research in Clinical Oncology 2020;146(2):417-28

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 29.10.2020 11:34