Starke Gewichtszunahme als Risikofaktor für Eierstockkrebs

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Eine starke Veränderung des Körpergewichts während der Jugendzeit erhöht offenbar das Risiko, später im Erwachsenenleben an Eierstockkrebs zu erkranken.

Eine deutliche Gewichtszunahme in jugendlichen Jahren bringt ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs im Erwachsenenalter mit sich. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift Annals of Oncology veröffentlicht wurden.

Die Forscher werteten die Daten von 1.33526 Frauen aus der Nurses' Health-Studie (NHS) von 1980 bis 2012 und der Folgestudie NHSII von 1989 bis 2013 aus. Sie ermittelten nennenswerte Veränderungen des Body Mass Index (BMI) als Maß für das Körpergewicht zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr bzw. danach und setzten sie ebenso zur Häufigkeit von Eierstockkrebserkrankungen in Beziehung wie Fettleibigkeit (Adipositas) im Alter von zehn Jahren bzw. 18 Jahren.

Es zeigte sich, dass Frauen, die zwischen zehn und 18 Jahren ihr Körpergewicht und damit ihren BMI stark veränderten, ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs hatten. Eine geringere Risikoerhöhung ergab sich für Frauen, die erst nach dem 18. Lebensjahr stark an Gewicht zugenommen hatten. Der Zusammenhang war besonders bei Frauen ausgeprägt, die noch vor den Wechseljahren an Eierstockkrebs erkrankt waren.

Offenbar, so die Studienautoren, steige das Risiko für Eierstockkrebs, wenn während der Jugendjahre eine starke Gewichtszunahme mit einer entsprechenden Zunahme des BMI erfolgt. Es müsse weiter untersucht werden, welche biologischen Mechanismen dabei wirken. 

 

Quelle:

Huang T et al. Associations of early life and adulthood adiposity with risk of epithelial ovarian cancer. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 21. Dezember 2018, https://doi.org/10.1093/annonc/mdy546

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 22.11.2019 17:15