Stammzelltransplantation bei multiplem Myelom

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Auch ältere Patienten können von dem Eingriff offenbar erheblich profitieren

Eine Stammzelltransplantation zur Behandlung des multiplen Myeloms ist ein risikoreicher Eingriff, der jedoch, wenn alles gutgeht, die Überlebensaussichten deutlich verbessert. Auch ältere Patienten profitieren davon, wie eine neue Studie in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute zeigt.

Das multiple Myelom tritt vor dem 45. Lebensjahr nur selten auf, das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 71 Jahren, für Frauen bei 74 Jahren. Doch auch wenn die Älteren häufiger betroffen sind – mit einer Stammzelltransplantation werden sie seltener als die Jüngeren behandelt, weil die Gefahren und Belastungen des Eingriffs nicht zu unterschätzen sind.

Da bislang nur wenige Daten zur Effizienz der Stammzelltransplantation bei älteren Patienten mit multiplem Myelom vorliegen, analysierten die Forscher in der aktuellen Studie nur Daten von Patienten, die mindestens 66 Jahre alt waren und zwischen 2000 und 2007 die Diagnose erhalten hatten. Von ihnen unterzogen sich häufiger die jüngeren Patienten und solche, die weniger Begleiterkrankungen aufwiesen, einer Stammzelltransplantation. Der Eingriff verschaffte trotz des insgesamt höheren Lebensalters Vorteile: In allen statistischen Tests ergab sich eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens durch die Stammzelltransplantation.

Ältere Patienten mit multiplem Myelom, die sich einer Stammzelltransplantation unterziehen, haben heutzutage bessere Überlebenschancen, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. 

 

Quelle:

Winn, A. N. et al.: The Real World Effectiveness of Hematopoietic Transplant Among Elderly Individuals With Multiple Myeloma. Journal of the National Cancer Institute 2015, 107(8):djv139

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 21.09.2017 16:40