Sportlich aktiv trotz Kopf-Halstumor

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Dem drohenden Abbau an Muskelmasse bei Krebs im Kopf-Halsbereich kann durch sportliche Betätigung kaum vorgebeugt werden, doch die Fitness, das Befinden und der Ernährungsstatus insgesamt lassen sich positiv beeinflussen.

Patienten mit einem bösartigen Tumor im Kopf-Halsbereich magern im Krankheitsverlauf oftmals stark ab, wobei sie Fett- und Muskelmasse gleichermaßen verlieren. Sportliche Betätigung kann diesen Prozess offenbar nicht aufhalten, jedoch das Befinden der Patienten in einiger Hinsicht trotzdem verbessern. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer.

An dieser Studie hatten 60 Patienten mit einem Kopf-Halstumor teilgenommen. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip jeweils einer von zwei Gruppen mit einem zwölfwöchigen Interventionsprogramm und Ausdauertraining zugeordnet: Während der Strahlentherapie oder unmittelbar nach deren Beendigung. Die Beobachtungszeit betrug 24 Monate.

Dass die Patienten in dieser Zeit an Fett- und Muskelmasse abnahmen, konnte durch die regelmäßige körperliche Betätigung nicht verhindert werden. Doch gab es unabhängig davon, ob mit dem Training während oder nach der Strahlentherapie begonnen wurde, Verbesserungen hinsichtlich der Fitness, der Lebensqualität und des Ernährungsstatus. Das Befinden der Patienten verbesserte sich und Depressionen traten seltener auf. 

Sportliche Betätigung sei offenbar dazu geeignet, das Körpergefühl und die Fitness von Patienten mit Kopf-Halstumoren zu verbessern, so die Interpretation der Studienautoren. Sie könne allerdings nicht verhindern, dass die Patienten infolge der Krankheit abmagern.

 

Quelle:

Capozzi, L. C. et al.: Patient-reported outcomes, body composition, and nutrition status in patients with head and neck cancer: Results from an exploratory randomized controlled exercise trial. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 1. Februar 2016, DOI: 10.1002/cncr.29863

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 29.06.2017 16:55