Sport verbessert Prognose bei Darmkrebs

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Die sportlichen Aktivitäten vor einer Darmkrebsdiagnose haben offenbar Einfluss auf die Prognose der Erkrankung

Sportlich aktiv zu sein lohnt in vielerlei Hinsicht, was die Gesundheit angeht: Nicht nur die Fitness und körperliche Belastbarkeit verbessern sich, auch das Risiko für diverse Krebsarten geht zurück, darunter das Risiko für Darmkrebs. Selbst im Falle einer Darmkrebsdiagnose wirken die körperlichen Aktivitäten aus den zurückliegenden Jahren nach. So haben einem Bericht in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention zufolge Darmkrebspatienten, die vor der Diagnose viel Sport getrieben haben, ein geringeres Risiko, an der Erkrankung zu versterben.

An der US-amerikanischen Studie hatten mehr als 1.300 20- bis 74-jährige Patienten mit Darmkrebs teilgenommen, die Auskunft über ihre körperlichen Aktivitäten vor der Krebsdiagnose gaben. Patienten, die sportlich sehr aktiv gewesen waren, hatten gegenüber jenen, die gar keinen oder nur wenig Sport getrieben hatten, eine bessere Prognose. Dies galt unabhängig davon, welche molekularen Eigenschaften die Tumoren hatten. Einige Tumorcharakteristika wie BRAF- und KRAS-Mutationen und sogenannte Mikrosatelliteninstabilitäten waren von den Forschern in die Analyse einbezogen worden.

In welcher Weise das Zusammenwirken von körperlichen Aktivitäten und der Prognose zustande kommt, wurde in der Studie nicht untersucht.

 

Quelle:

Hardikar, S. et al.: Prediagnostic Physical Activity and Colorectal Cancer Survival: Overall and Stratified by Tumor Characteristics. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention 2015, 24(7):1-8

(kvk)

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Aktualisiert am: 20.09.2017 16:48