Spätfolgen nach Ewing-Sarkom

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Die Krankheit kann in vielen Fällen überstanden werden. Doch ein Rückfallrisiko bleibt noch lange bestehen.

Bei einem Ewing-Sarkom, einer Form von Knochenkrebs, im Kindes- oder Jugendalter bestehen gute Heilungsaussichten. Jedoch haben die Betroffenen auch viele Jahre nach Überstehen der Krankheit noch ein erhöhtes Risiko für einen Rückfall. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer hervor.

In der Studie untersuchten Wissenschaftler, wie es den Überlebenden eines Ewing-Sarkoms im weiteren Lebensverlauf ergeht. Sie werteten die Daten von 404 Personen aus, die nach der Diagnose der Krankheit mindestens fünf Jahre überlebten. 35 Jahre nach der Diagnose waren 70 Prozent der Patienten noch am Leben. Allerdings waren Rückfälle – auch viele Jahre nach der Diagnose - keine Seltenheit. Tatsächlich waren sie 35 Jahre nach der Diagnose Ewing-Sarkom der häufigste Grund für einen Todesfall. Insgesamt hatten in 35 Jahren 15 Prozent der Patienten einen Rückfall erlitten. Auch zweite Krebserkrankungen traten auf, sie betrafen etwa jeden siebten Patienten. Neben Osteosarkomen, einer weiteren Form von Knochenkrebs, kamen vor allem akute myeloische Leukämie, Brustkrebs und Schilddrüsenkrebs vor.

Darüber hinaus machten vielen Überlebenden die Folgen der Therapie zu schaffen, wobei besonders Schädigungen der Knochen und Muskeln sowie Herzerkrankungen eine Rolle spielten. Um dies abzufangen und einen eventuellen Rückfall oder Zweittumor rechtzeitig zu erkennen, müsse den Betroffenen eine lebenslange Nachsorge angeboten werden.

 

Quelle:

Marina, N. M. et al.: Longitudinal follow-up of adult survivors of Ewing sarcoma: A report from the Childhood Cancer Survivor Study. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 21. Februar 2017, DOI: 10.1002/cncr.30627

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 24.07.2017 21:10