Screening auf Leberkrebs bei chronischer Hepatitis B

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Laut einer Studie kann damit die Sterblichkeit an Leberkrebs gesenkt werden.

Patienten mit chronischer Hepatitis B wird empfohlen, regelmäßige Screeninguntersuchungen durchführen zu lassen, um eine sich eventuell entwickelnde Leberkrebserkrankung rechtzeitig zu bemerken. Wissenschaftler untersuchten in einer Studie, wie effektiv diese Untersuchungen sind. In der Fachzeitschrift Journal of Hepatology berichteten sie über ihre Ergebnisse.

Die Forscher bildeten eine Fall-Kontrollstudie, in die Patienten mit chronischer Hepatitis B aufgenommen wurden. 169 Patienten, die an ihrem Lebertumor verstorben waren, wurden der „Fallgruppe“ zugeordnet, 169 Patienten, die nicht an Leberkrebs verstorben waren, wurden in die Kontrollgruppe eingeordnet. Die Patienten beider Gruppen waren hinsichtlich verschiedener potenzieller Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Zustand bezüglich Leberzirrhose, Art und Umfang der antiviralen Therapie und anderen ausgeglichen. Die Wissenschaftler untersuchten nun, ob und wie sich Screeninguntersuchungen mit Ultraschall und Messung bestimmter Biomarker im Blut auf die Sterblichkeit an Leberkrebs ausgewirkt hatten.

Von den Patienten, die an der Leberkrebserkrankung gestorben waren, hatten sich weniger den empfohlenen Screeninguntersuchungen unterzogen als in der Kontrollgruppe. In dieser Untersuchung konnte gezeigt werden, dass das Screening auf Leberkrebs bei Patienten mit chronischer Hepatitis B die Sterblichkeit an Leberkrebs signifikant senken könne, so das Fazit der Studienautoren.

 

Quelle:

Su F et al. Screening is associated with a lower risk of hepatocellular carcinoma-related mortality in patients with chronic hepatitis B. Journal of Hepatology, Onlinevorabveröffentlichung am 24. November 2020, DOI:https://doi.org/10.1016/j.jhep.2020.11.023

 

(KvK)

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