Schwarzer Hautkrebs wird häufiger – und kein Ende in Sicht

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Eine Studie aus Dänemark bestätigt die stetig steigenden Zahlen an malignem Melanom. Unter jungen Menschen und Älteren jenseits des 60. Lebensjahres sind die Zuwächse besonders stark

Seit mehreren Jahrzehnten nimmt die Zahl der Menschen, die an schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, erkranken, stetig zu. In Dänemark, einem Land mit einer der weltweit höchsten Erkrankungsraten, verdoppelte sich die Häufigkeit der Erkrankung innerhalb der letzten 25 Jahre. Dänische Wissenschaftler wollten herausfinden, welche Personengruppen besonders davon betroffen sind und warum. Über die Ergebnisse ihrer Studie berichteten sie kürzlich in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology.

Die Forscher stützten sich auf Daten der nationalen Datenbank der dänischen Melanom-Gruppe. Dort waren in den Jahren 1985 bis 2012 fast 3.300 Fälle sogenannter in-situ-Melanome, die noch auf ihren Ursprungsort beschränkt sind, und fast 21.000 Fälle invasiver, also bereits leicht oder stark ausgebreiteter Melanome registriert worden. Für Männer bedeutete dies eine Zunahme der Häufigkeit pro Jahr um 4,5 Prozent, bei Frauen um 4,3 Prozent. Bei älteren Patienten, jenseits der 60 Jahre fielen die Zuwächse stärker aus, ebenso bei jungen Menschen zwischen 21 und 30 Jahren. Häufiger kamen dünne Melanome (weniger als 0,75 mm) und oberflächlich spreitende Melanome vor. Hingegen nahm die Häufigkeit von dicken Melanomen bei Frauen (mehr als 2,00 mm) und geschwürig veränderten Melanomen bei beiden Geschlechtern ab. Während die Sterblichkeit an der Erkrankung bei den Männern zunahm, blieb sie bei den Frauen stabil.

Der allgemeine Trend zur Zunahme des malignen Melanoms bestätige sich auch in dieser Studie, so die Autoren in ihrer Zusammenfassung. Größere Anstrengungen sollten unternommen werden, um bereits einmal Betroffene vor der Möglichkeit einer zweiten Melanomerkrankung zu warnen. Zudem sollten Aufklärung und Angebot der Vorsorge für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene intensiviert werden.

 

Quelle:

Helvind, N. M. et al.: Incidence of In Situ and Invasive Melanoma in Denmark From 1985 Through 2012. A National Database Study of 24 059 Melanoma Cases. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 10. Juni 2015, doi:10.1001/jamadermatol.2015.1481

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35