Schwarzer Hautkrebs: Wann es zu neuen Metastasen kommt

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Für das Überleben spielt es keine Rolle, ob bei fortgeschrittenem malignem Melanom nach einer ersten Therapie neue Metastasen früher oder später auftreten.

Zwar hat sich die Prognose bei fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, durch die Entwicklung neuartiger Therapien für viele Patienten deutlich verbessert. Doch noch immer kann die Krankheit weiter voranschreiten, selbst wenn sie vorübergehend zum Stillstand kommt. Der Zeitpunkt, an dem ein Rückfall eintritt, hat aber offenbar keine Aussagekraft für die Überlebensaussichten, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology nach Auswertung von Studiendaten berichteten.

An der Studie beteiligten sich 638 erwachsene Patienten mit inoperablem Melanom im Stadium III oder IV. Es handelte sich also um lokal fortgeschrittene Tumoren oder Tumoren, die sich bereits mit Tochtergeschwülsten (Metastasen) in andere Organe ausgebreitet hatten. Die Patienten hatten als Ersttherapie eine Immuntherapie, zielgerichtete Therapie oder Chemotherapie erhalten. 

Es dauerte im Durchschnitt etwa zwei Jahre, bis die Patienten nach der Behandlung einen ersten Rückfall mit weiteren Metastasen erlitten. Auf das Gesamtüberleben wirkte sich der Zeitpunkt, an dem es zum ersten Rückfall kam (innerhalb eines Jahres, nach 12 bis 24 Monaten oder nach mehr als zwei Jahren), nicht aus.

 

Quelle:

Vallet A et al. Association of Time From Primary Diagnosis to First Distant Relapse of Metastatic Melanoma With Progression of Disease and Survival. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 1. Mai 2019, doi:10.1001/jamadermatol.2019.0425

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 18.10.2019 15:50