Schwarzer Hautkrebs: Prävention ist wirksam

Wissenschaftler verglichen, wie sich die Häufigkeiten des malignen Melanoms in England und Australien entwickelten

Was intensive Bemühungen um Krebsvorsorge ausrichten können, zeigt einmal mehr eine neue Untersuchung zur Entwicklung von schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom: Die australische und englische weiße Bevölkerung hat – geschuldet der Geschichte - in genetischer Hinsicht vieles gemeinsam. Weil jedoch die UV-Strahlung in Australien erheblich höher ist als in England, ist die Häufigkeit von schwarzem Hautkrebs dort ebenfalls höher. Wie sich nun zeigte, entwickelt sich die Krankheit in der jungen Bevölkerung seit einiger Zeit gegenläufig: In England ist eine Zunahme zu beobachten, in Australien ein Rückgang.

Die Forscher verglichen die Daten zur Häufigkeit und Langzeitentwicklung von schwarzem Hautkrebs bei jungen Menschen im Alter von 0 bis 24 Jahren, die ihre Diagnose zwischen 1990 und 2010 erhalten hatten. Insgesamt war die Erkrankungsrate am malignen Melanom unter jungen Menschen in Australien doppelt so hoch wie in England (2,2 pro 100.000 Einwohner gegenüber 1,1 pro 100.000 Einwohner). 

Bei Kindern unter zehn Jahren kam die Krankheit in beiden Ländern nur selten vor. Unter den 15- bis 24-Jährigen stieg die Häufigkeit von schwarzem Hautkrebs in dem untersuchten Zeitraum jedes Jahr um mehr als zwei Prozent. Dies betraf beide Geschlechter beidermaßen. In Australien hingegen nahm die Häufigkeit der Erkrankung nach anfänglich nicht-signifikantem Anstieg seit 1997 bei Mädchen und jungen Frauen um sechs Prozent pro Jahr und seit 2004 bei Jungen und Männern um 12,4 Prozent pro Jahr ab. 

Den Rückgang der Häufigkeit des malignen Melanoms führen die Wissenschaftler auf Maßnahmen zur Aufklärung und Vorbeugung der Erkrankung zurück. Die Zunahme der Erkrankung in England unter der jungen Bevölkerung sei dagegen besorgniserregend und müsse weiter beobachtet werden.

 

Quelle:

Wallingford, S. C. et al.: Comparison of melanoma incidence and trends among youth under 25 years in Australia and England, 1990–2010. International Journal of Cancer 2015, 137(9):2227-2233

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.11.2017 09:21