Schwarzer Hautkrebs: Nebenwirkungen bei Immuntherapie

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Die Nebenwirkungen, die infolge der Behandlung mit dem PD-1-Blocker Nivolumab auftreten, sind in den meisten Fällen mild und können gut beherrscht werden.

Bei Patienten mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, kann eine Therapie mit dem PD-1-Checkpointblocker Nivolumab die Überlebensaussichten verbessern. Nebenwirkungsfrei ist eine solche Therapie, die das Immunsystem beeinflusst, nicht zu haben. Doch wie sich jetzt in einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology bestätigte, sind die meisten Nebenwirkungen gut beherrschbar.

In der Untersuchung wurden die Daten aus vier klinischen Studien mit insgesamt 576 Patienten zusammengefasst. Alle Patienten waren wegen eines metastasierten Melanoms mit Nivolumab behandelt worden, etwa die Hälfte von ihnen hatte zuvor bereits eine Therapie mit dem CTLA-4-Blocker Ipilimumab (gleichfalls ein Immuntherapeutikum) erhalten.

71 Prozent der Patienten, also fast drei Viertel, erlebten Nebenwirkungen, etwa 50 Prozent der Nebenwirkungen gingen auf die Beeinflussung des Immunsystems zurück. Bei einem von zehn Patienten waren die auftretenden Nebenwirkungen stark (Grad 3 oder 4). Am häufigsten kamen anhaltende Erschöpfung (Fatigue), Juckreiz, Durchfall und Hautrötung (Rash) vor. Während Hauterscheinungen im Schnitt etwa fünf Wochen nach Beginn der Therapie zum ersten Mal auftraten, geschah dies bei Nebenwirkungen, die die Nieren zum Beispiel betrafen, erst nach 15 Wochen. Lediglich drei Prozent der Patienten mussten die Therapie abbrechen, weil die Nebenwirkungen zu stark wurden.

Insgesamt, so die Studienautoren, waren die Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Nivolumab eher mild und konnten entsprechend den Leitlinien gut behandelt werden. Wenn zur Behandlung von Nebenwirkungen Medikamente gegeben werden mussten, die das Immunsystem dämpfen, wirkte sich dies nicht negativ auf das Ansprechen oder die Zeit, bis die Krankheit weiter voranschritt, aus. Jedoch hatten Patienten, bei denen es zu therapiebedingten Nebenwirkungen kam, im Durchschnitt eine bessere Ansprechrate als Patienten, die keine Nebenwirkungen entwickelten.

 

Quelle:

Weber, J. S. et al.: Safety Profile of Nivolumab Monotherapy: A Pooled Analysis of Patients With Advanced Melanoma. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 14. November 2016, DOI: 10.1200/JCO.2015.66.1389

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35