Schwarzer Hautkrebs in der Familie

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Vor allem bei jungen Patienten mit schwarzem Hautkrebs verbirgt sich nicht selten eine familiäre Vorbelastung

Tritt schwarzer Hautkrebs, das maligne Melanom, bereits im Jugend- oder Erwachsenenalter auf, sollte an eine familiäre Vorbelastung gedacht werden. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Die Forscher wollten untersuchen, ob ein Zusammenhang zwischen eigenen und familiären Erkrankungen an schwarzem Hautkrebs existiert und wenn ja, wie eng er ist. Sie stützten sich für ihre Analysen auf eine Sammlung von Daten australischer Familien, in der u.a. alle Krebsfälle festgehalten worden waren.

Es stellte sich heraus, dass Verwandte ersten Grades von Melanompatienten selbst bis zu dreieinhalbmal häufiger an schwarzem Hautkrebs erkrankt waren als Verwandte ersten Grades von Nicht-Betroffenen. Dies galt in besonderem Maße für die Verwandten von Personen, bei denen ein Melanom vor dem 40. Lebensjahr aufgetreten war. Ein Zusammenhang zwischen dem Melanomrisiko und anderen Krebserkrankungen konnte nicht festgestellt werden.

Vor allem bei jungen Menschen mit schwarzem Hautkrebs sei eine familiäre Vorbelastung nicht unwahrscheinlich, so die Studienautoren. Weitere Studien müssten nun die zugrundeliegenden biologischen Mechanismen untersuchen.

 

Quelle:

Ward, S. V. et al.: The aggregation of early-onset melanoma in young Western Australian families. Cancer Epidemiology, Onlinevorabveröffentlichung am 2. April 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.canep.2015.03.007

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.11.2017 22:18