Schwarzer Hautkrebs bei Kindern: Oft verkannt

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Bei Kindern erinnern maligne Melanome in ihrer äußeren Erscheinung oft an gutartige Hautveränderungen. Verdächtige Stellen sollten regelmäßig inspiziert werden.

Nur selten erkranken Kinder und Jugendliche an schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom. Doch kann die Krankheit bei ihnen leicht übersehen werden, weil sich die Tumoren den typischen Kriterien, wie sie von Erwachsenen bekannt sind, entziehen. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology.

Bei ihrer Studie handelte es sich um eine rückblickende Untersuchung von Kindern und jungen Erwachsenen bis zum Alter von 21 Jahren, bei denen in den Jahren 2000 bis 2015 ein Melanom der Haut diagnostiziert worden war. In zwei Dritteln der Fälle war der Tumor zunächst als gutartig eingestuft worden. Solche Melanome, die gutartige Tumoren imitierten, reichten dann, als die korrekte Diagnose gestellt wurde, häufiger weiter als 1 mm in die Tiefe und hatten bereits ein höheres Tumorstadium (T2, T3 oder T4) als die Melanome, die von vornherein deutliche Anzeichen für Krebs hatten erkennen lassen. 

Bei Kindern, insbesondere bei jüngeren Kindern, sollten alle gutartig erscheinenden Hautveränderungen aufhorchen lassen, die Veränderungen zeigen, bluten oder Geschwüre bilden, so die Interpretation der Studienautoren. Selbstverständlich könnten nicht alle Hautveränderungen bei Kindern einer Biopsie (Gewebeentnahme) unterzogen werden. Aus diesem Grund sei ein engmaschiges Monitoring empfohlen.

 

Quelle:

Mitkov, M. et al.: Pediatric melanomas often mimic benign skin lesions: A retrospective study. Journal of the American Academy of Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 15. Juli 2016, http://dx.doi.org/10.1016/j.jaad.2016.05.015

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 12.12.2017 16:28