Schwarzer Hautkrebs: Bei Älteren immer häufiger

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Dänische Forscher verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Häufigkeit und Sterblichkeit unter älteren Menschen.

Die Häufigkeit von schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, nimmt in Dänemark seit mehreren Jahrzehnten zu. Der größte Anstieg ist offenbar bei älteren Menschen jenseits des 70. Lebensjahres zu verzeichnen. Das geht aus einem Bericht in der Fachzeitschrift Acta Oncologica hervor.

Die Forscher werteten die Daten einer Dänemark-weiten Datenbank der Jahre 1980 bis 2012 aus. Von 1980 bis 2012 stieg demnach die Zahl der Melanomdiagnosen bei den über 70-Jährigen von 21,4 Prozent auf 28,4 Prozent. 70- bis 89-jährige Männer erkrankten zweimal so oft am Melanom wie gleichaltrige Frauen. Auch der Anteil der Älteren an den Sterbefällen nahm zu: Im Jahr 1980 lag er bei den über 69-Jährigen noch bei rund einem Drittel, 2012 schon bei mehr als der Hälfte (56,2 Prozent). Auch die Sterberate nahm unter der älteren Bevölkerung laut Bericht dramatisch zu, obwohl die Überlebenschancen bei der Erkrankung insgesamt stiegen.

Der deutliche Anstieg von schwarzem Hautkrebs in der älteren Bevölkerung und die damit verbundenen erhöhten Sterberaten müssten in der Therapieplanung und in künftigen Forschungen Berücksichtigung finden, so die Ansicht der Studienautoren.

 

Quelle:

Hoejberga, L. et al.: Trends in melanoma in the elderly in Denmark, 1980–2012. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 19. Januar 2016, DOI:10.3109/0284186X.2015.1114677

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.08.2016 15:43