Schmerzmittel wechseln

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Bei starken Tumorschmerzen oder zu schweren Nebenwirkungen kann es sinnvoll sein, die Schmerzmittel zu wechseln.

Vor allem in fortgeschritteneren Stadien ist bei der Behandlung von Tumorschmerzen der Einsatz von Opioiden unverzichtbar. Im sogenannten Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommen bei schweren Tumorschmerzen auf Stufe III stark wirksame Opioide zum Einsatz. Doch was tun, wenn ein Mittel nicht mehr ausreichend wirkt oder zu starke Nebenwirkungen auftreten?

Als ein gutes Ansprechen auf eine Schmerztherapie mit Opioiden gilt es, wenn die Schmerzen gut gelindert und die Mittel weitgehend gut vertragen werden. Doch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Harnverhalt können auftreten und so stark werden, dass sie trotz einer guten Schmerzlinderung unerträglich neue Beschwerden verursachen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, das Opioid zu wechseln, Mediziner sprechen dann von einer Opioidrotation. Unakzeptable Nebenwirkungen sind einer der häufigsten Gründe für einen Opioidwechsel bei Tumorschmerzen.

Auch wenn die Tumorschmerzen mithilfe der eingesetzten Opioide nicht mehr ausreichend gelindert werden können, kann eine Opioidrotation helfen. Dabei ist es empfehlenswert, die Anpassung des neuen Schmerzmittels von erfahrenen Schmerztherapeuten in einer Klinik vornehmen zu lassen, um sowohl Über- als auch Unterdosierungen bei der Dosisfindung zu vermeiden. 

 

Quelle:

Roch C & van Oorschot B. Opioidrotation bei Tumorschmerzen. Wie funktioniert sie und wann ist sie angebracht? Im Fokus Onkologie 2020, 23(1):19-21

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24