Schlundrachenkrebs: Bessere Prognose

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Die Überlebensaussichten bei Hypopharynxkarzinom sind gestiegen. Allerdings kommt die Erkrankung inzwischen auch häufiger vor als noch vor einigen Jahren.

Bösartige Tumoren des Hypopharynx, des unteren Schlundbereichs, sind in Dänemark in den vergangenen dreißig Jahren häufiger geworden. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Acta Oncologica.

Hypopharynxkarzinome, auch Schlundrachenkrebs genannt, betreffen den unteren Abschnitt des Rachens. In der aktuellen Studie wurde untersucht, wie sich ihre Häufigkeit in Dänemark im Zeitraum von 1980 bis 2014 veränderte.

Die Forscher identifizierten in diesem Zeitraum 2009 Fälle von Hypopharynxkarzinom, davon betrafen knapp 80 Prozent Männer. Pro Jahr war ein Zuwachs von rund vier Prozent zu verzeichnen. Kamen anfangs noch 0,3 Erkrankungen auf 100.000 Einwohner, waren es am Ende des Untersuchungszeitraums 1,1 pro 100.000 Einwohner. In neun von zehn Fällen handelte es sich um ein Plattenepithelkarzinom. 

Doch auch die Überlebensaussichten verbesserten sich bei der Erkrankung. So lag das Fünf-Jahresüberleben in den Jahren 1980 bis 1985 bei rund 13 Prozent, in den Jahren 2010 bis 2014 bei rund 27 Prozent. Frauen hatten grundsätzlich bessere Überlebensaussichten als Männer, ebenso war die Prognose bei Plattenepithelkarzinomen besser als bei anderen Tumortypen.

Jeder vierte Patient mit Hypopharynxkarzinom überlebt die Erkrankung mittlerweile fünf Jahre und länger – dies, so die Studienautoren, sei eine gute Nachricht. Sowohl die Häufigkeit der Erkrankung als auch die Prognose sind im Untersuchungszeitraum signifikant gestiegen.

 

Quelle:

Kronberg Jakobsen K et al. Incidence and survival of hypopharyngeal cancer: a Danish Nation-Wide Study from 1980 to 2014. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 11. September 2019, https://doi.org/10.1080/0284186X.2019.1657585

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 15.11.2019 16:13