Sarkom im spezialisierten Zentrum operieren lassen

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

In einer Studie aus Frankreich verbesserte das die Überlebensaussichten.

In Frankreich wurde mit NETSARC ein Netzwerk von 26 spezialisierten Sarkomzentren etabliert, in denen Patienten mit einem Sarkom jeweils von einem Team aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen behandelt und betreut werden. Sarkome entwickeln sich in den Zellen des Stützgewebes, wobei Weichteil-, Knorpel- und Knochensarkome unterschieden werden. Die Behandlung der Patienten in einem dieser spezialisierten Zentren ist offenbar von Vorteil bezüglich der Heilungsaussichten, wie Forscher in der Fachzeitschrift Annals of Oncology berichteten.

Die Wissenschaftler analysierten die Daten von fast 36.000 Patienten mit insgesamt 155 histologisch, also feingeweblich, verschiedenen Sarkomtypen. Bei knapp zwölf Prozent von ihnen hatte sich der Tumor schon bei der Erstdiagnose mit Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, in andere Organe ausgebreitet. Bei knapp 90 Prozent der Patienten wurde der Tumor operativ entfernt, was in einem Drittel der Fälle in einem der spezialisierten Zentren geschah. Wie sich herausstellte, war der Umstand, ob die Operation in einem der Zentren stattgefunden hatte oder nicht, ein Einflussfaktor auf die Prognose, also auf das rückfallfreie Überleben und das Gesamtüberleben. Beide waren tatsächlich besser, wenn die Operation in einem der spezialisierten Zentren durchgeführt worden war.

Patienten mit einem Sarkom sei offenbar die Behandlung in einem spezialisierten Zentrum mit einem multidisziplinären Team von Fachkräften zu empfehlen, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Quelle:

Blay J-Y et al. Surgery in reference centers improves survival of sarcoma patients: a nationwide study. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 9. April 2019, https://doi.org/10.1093/annonc/mdz124

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Zurück

Aktualisiert am: 24.05.2019 09:19