Rückfallrisiko nach Operation bei Kopf-Halstumoren

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

In der Nachsorge ist vor allem in den ersten beiden Jahren hohe Aufmerksamkeit geboten.

Viele Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Halsbereich erleben im Verlauf einen Rückfall ihrer Erkrankung an derselben Stelle oder nahe des alten Tumors. Dabei ist das Rückfallrisiko in den ersten beiden Jahren der Erkrankung am höchsten, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Acta Oncologica berichteten.

Ausgewertet wurden die Daten von 979 Patienten, die wegen eines Plattenepithelkarzinoms im Kopf-Halsbereich operiert worden waren. Die Tumoren hatten sich in der Mundhöhle, im Mundrachen, im unteren Schlund oder im Kehlkopf befunden. Wie sich zeigte, war das Rückfallrisiko in den ersten beiden Jahren nach der Operation am höchsten: Im ersten Jahr betrug es rund 17%, im zweiten noch fast zehn Prozent, danach sank es auf weniger als 5% pro Jahr. Bei einem Tumor im Stadium III oder IV bestand im ersten Jahr nach der Operation ein höheres Rückfallrisiko als bei einem Tumor im Stadium I oder II (rund 20% im Vergleich zu 10%). Dies galt in besonderem Maße für Karzinome der Mundhöhle. Ab dem zweiten Jahr jedoch hatten Patienten mit einem Tumor im Stadium III oder IV kein höheres Rückfallrisiko mehr als Patienten mit Tumoren in früheren Stadien.

Bei Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Halsbereich bestehe offenbar in den ersten beiden Jahren nach der Operation die höchste Gefahr für einen Rückfall, so die Studienautoren. Dies sei bei der Nachsorge zu beachten.

 

Quelle:

Borsetto D et al. The risk of recurrence in surgically treated head and neck squamous cell carcinomas: a conditional probability approach. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Mai 2021, https://doi.org/10.1080/0284186X.2021.1925343

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Zurück

Zuletzt aufgerufen am: 14.06.2021 13:23