Rückfallrisiko bei Mundrachenkrebs

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Offenbar davon abhängig, ob eine Infektion mit HPV vorliegt oder nicht.

Plattenepithelkarzinome des Mundrachens (Oropharynxkarzinome), die mit einer Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) in Verbindung stehen, verhalten sich in mancher Hinsicht anders als HPV-negative Tumoren. Dies betrifft auch das Rückfallrisiko nach der Therapie, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Acta Oncologica berichteten.

Die Forscher durchforsteten einschlägige Literaturdatenbanken nach Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigt hatten und in Fachzeitschriften veröffentlicht worden waren. Schlussendlich bezogen sie in ihr systematisches Review neun Studien mit 2.974 Patienten mit Plattenepithelkarzinom des Mundrachens ein. 59% von ihnen hatten einen Tumor, der sich als HPV-positiv erwies.

Von den Patienten mit HPV-positivem Tumor hatten 69% bereits bei der Erstdiagnose einen Befall von Lymphknoten. Bei den Patienten mit HPV-negativem Tumor war dies bei 58% der Fall. Über alle Studien hinweg erlitten neun Prozent der Patienten mit HPV-positivem Tumor und 26% der Patienten mit HPV-negativem Tumor einen lokal begrenzten Rückfall.

Bei HPV-negativen Oropharynxkarzinomen kam es somit dreimal häufiger zu einem lokoregionalen Rückfall nach der Therapie als bei HPV-positiven Tumoren. Über die Ursachen wurden in der Studie keine Aussagen getroffen.

 

Quelle:

Asheer J et al. Rate of locoregional recurrence among patients with oropharyngeal squamous cell carcinoma with known HPV status: a systematic review. Acta Oncologica 2020, 59:1131-6

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 01.12.2020 16:52