Rückfallgefahr bei lokal begrenztem GIST

Nachricht vom 25.05.2023

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Die Rückfallgefahr ist bei lokal begrenzten gastrointestinalen Stromatumoren nach der Operation niedrig. Doch auch wenn es zu einem lokalen Rückfall kommt, ist noch Heilung möglich.

Bei Patienten mit lokal begrenztem gastrointestinalem Stromatumor (GIST) kam es in einer holländischen Studie nach der chirurgischen Therapie nur selten zu einem lokalen Rückfall an derselben Stelle. Falls doch ein solcher Rückfall auftritt, kann mit einer erneuten lokalen Therapie noch Heilung herbeigeführt werden, so der Bericht in der Fachzeitschrift European Journal of Cancer.

Ausgewertet wurden die Daten aus dem holländischen GIST-Register, von 1.452 registrierten Patienten wurden 912 in die Analyse einbezogen. Nur 35 (3,8%) von ihnen entwickelten einen lokalen Rückfall. Bei 20 von ihnen trat der Rückfall ausschließlich lokal an derselben Stelle wie der erste Tumor auf, bei den übrigen 15 war er gleichzeitig mit Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, in anderen Organen verbunden. Meist dauerte es zwei bis drei Jahre nach der Operation, bis ein solcher Rückfall auftrat. Bei elf Prozent der Patienten kam es ausschließlich zur Entwicklung von Metastasen in anderen Organen. 

Patienten, die bei lokal begrenztem GIST primär operiert werden, haben offenbar ein begrenztes Risiko für einen Rückfall. 15 Prozent entwickelten in dieser Studie einen Rückfall, davon ein Viertel mit einem lokalen Rückfall. Die Studienautoren regen deshalb an, weniger intensive Nachsorgeregime in Erwägung zu ziehen, insbesondere während der adjuvanten Therapie. Bei Patienten, bei denen ein Rückfall ausschließlich lokal auftritt, könnten Therapieregime zur Heilung durchgeführt werden, darunter eine erneute Operation. 

 

Quelle:

Bleckman RF et al. Local recurrence in primary localised resected gastrointestinal stromal tumours: A registry observational national cohort study including 912 patients. European Journal of Cancer 2023, 186:113-21

 

(KvK)

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