Rückfall nach Darmkrebs

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Vor allem in den ersten drei Jahren nach der Erstdiagnose ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten.

Besonders hoch ist das Risiko, bei Darmkrebs einen Krankheitsrückfall zu erleiden, in den ersten Jahren, nachdem die Diagnose gestellt wurde. Dies ist ein Ergebnis einer Studie in der Fachzeitschrift Acta Oncologica, in der untersucht wurde, wie oft Rückfälle auftreten und wer besonders oft betroffen ist.

Die Forscher werteten die Daten von 21.152 Patienten aus, bei denen in den Jahren 2001 bis 2011 Krebs im Dick- oder Enddarm diagnostiziert worden war. Die meisten Rückfälle traten in den ersten drei Jahren nach der Diagnose auf. Häufiger betroffen waren die jüngeren Patienten, deren Tumor vor dem 55. Lebensjahr entdeckt worden war, und Patienten mit einem lokal bereits fortgeschrittenen Tumor (Stadium III).

Gleichzeitig stellten die Forscher fest, dass offenbar verbesserte unterstützende (adjuvante) Therapien im lokal fortgeschrittenen Stadium zu einem geringeren Rückfallrisiko beitrugen: Patienten, die ihre Diagnose lokal fortgeschrittener Darmkrebs im Stadium III in den Jahren 2009 bis 2011 erhalten hatten, erkrankten nämlich seltener an einem Rückfall als Patienten, die ihre Diagnose schon früher erhalten hatten. Generell war die Rückfallrate bei Dick- und Enddarmkrebs gleich.

 

Quelle:

Holmes, A. C. et al.: Descriptive characteristics of colon and rectal cancer recurrence in a Danish population-based study. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 24. März 2017, http://dx.doi.org/10.1080/0284186X.2017.1304650   

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 18.08.2017 15:05