Rückfall beim retroperitonealen Sarkom ungünstig

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Kehren die Weichteiltumoren hinter dem Bauchfell zurück, nachdem sie operativ entfernt wurden, oder breiten sie sich dann in andere Organe aus, verbessert eine erneute Operation die Aussichten.

Patienten mit einem bösartigen Weichteiltumor, der sich hinter dem Bauchfell befindet, einem sogenannten retroperitonealen Sarkom, haben ein hohes Risiko, dass der Tumor trotz radikaler Operation zurückkehrt oder sogar in andere Organe streut und Metastasen bildet. Dies bestätigte sich in einer Studie, die den Krankheitsverlauf von Patienten nach der Operation verfolgte. Der Bericht zur Studie erschien kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer. 

In der Untersuchung werteten die Forscher die Daten von 1.007 Patienten aus, die sich zwischen 2002 und 2011 einer Operation wegen eines retroperitonealen Sarkoms unterzogen hatten. 408 von ihnen erlebten in der Beobachtungszeit von ca. 41 Monaten einen Krankheitsrückfall. Die Überlebensaussichten hingen in diesem Fall sehr davon ab, in welcher Form der Rückfall auftrat: So war bei einem Rückfall an der ursprünglichen Krankheitsstelle, also einem lokalen Rückfall, die Hälfte der Betroffenen nach 33 Monaten verstorben, bei einem Rückfall mit Metastasen in anderen Organen war dies nach 25 Monaten der Fall, bei einer Kombination von lokalem Rückfall und Metastasen in anderen Organen nach zwölf Monaten. Außerdem hingen bei einem lokalen Rückfall die Überlebenschancen davon ab, wieviel Zeit zwischen der ersten Operation und dem Rückfall vergangen war (je mehr, desto günstiger), und davon, ob erneut operiert worden war oder nicht. Bei Metastasen in anderen Organen war die Prognose davon abhängig, wieviel Zeit zwischen der ersten Operation und dem Auftreten der Metastasen vergangen war, und um welche Gewebetyp von Tumor es sich handelte. Auch hier hatten Patienten, die erneut operiert wurden, bessere Überlebensraten. 

Ein Rückfall beim retroperitonealen Sarkom, so die Wissenschaftler zusammenfassend, erhöhe das Risiko, an der Erkrankung zu versterben, deutlich. Offenbar könne bei einem Rückfall eine Operation empfohlen werden, um die Überlebensaussichten der Betroffenen zu verbessern.

 

Quelle:

MacNeill, A. J. et al.: Post-relapse outcomes after primary extended resection of retroperitoneal sarcoma: A report from the Trans-Atlantic RPS Working Group. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Februar 2017, DOI: 10.1002/cncr.30572

 

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Weitere Nachrichten zum Thema Sarkom:

Zurück

Aktualisiert am: 23.09.2017 20:56