Rückfall bei schwarzem Hautkrebs?

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In manchen Fällen wahrscheinlicher.

Wenn sich schwarzer Hautkrebs, ein malignes Melanom, in andere Organe ausbreitet und Tochtergeschwülste (Metastasen) bildet, sinken die Heilungschancen. Doch spielt es für die Prognose eine entscheidende Rolle, ob das Voranschreiten der Krankheit frühzeitig bemerkt wird oder nicht. Wissenschaftler untersuchten deshalb in einer Studie, wie hoch die Gefahr einer Metastasierung bei Patienten mit anfangs lokal begrenztem Melanom tatsächlich ist, wenn aufgrund bestimmter Tumormerkmale ein erhöhtes Risiko für einen ungünstigen Krankheitsverlauf vorliegt. Sie berichteten darüber in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology.

In die Studie wurden die Daten von 700 Patienten mit neu diagnostiziertem Melanom einbezogen, die aufgrund bestimmter Tumormerkmale mit Hoch-Risiko eingestuft wurden. Innerhalb von zwei Jahren kam es bei rund 13 Prozent von ihnen zu einem Rückfall – in der Mehrzahl der Fälle lokoregional, also in der Umgebung des ursprünglichen Tumors, bei den übrigen mit Metastasen in anderen Organen. Nach einer erneuten Operation bei einem lokoregionalen Rückfall erlitt ein Teil der Betroffenen weitere Rückfälle bzw. entwickelte Metastasen.

Als Risikofaktoren für einen Rückfall erwiesen sich ein Ursprungstumor im Kopf-Halsbereich, geschwürige Veränderungen auf dem Melanom, dicke Tumoren und eine hohe Teilungsrate (Mitoserate), die für eine rasche Vermehrung der Krebszellen sorgt. Wenn diese Merkmale vorliegen, sei also besondere Aufmerksamkeit in der Nachsorge geboten.

 

Quelle:

von Schuckmann LA et al. Risk of Melanoma Recurrence After Diagnosis of a High-Risk Primary Tumor. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 1. Mai 2019, doi:10.1001/jamadermatol.2019.0440

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 19.08.2019 16:11