Rückfall bei Eierstockkrebs

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Wenn der Tumor auf eine Chemotherapie anspricht, ist eine erneute Operation nicht wirksamer als die alleinige Chemotherapie.

Patientinnen mit Eierstockkrebs, der zurückkehrt, erneut zu operieren, ist offenbar nicht unbedingt nötig. Wenn der Tumor gut auf eine platinbasierte Chemotherapie anspricht, ist die Chemotherapie einer neuen Studie zufolge genauso wirksam wie eine erneute Operation plus Chemotherapie. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine.

An der Studie nahmen 485 Patientinnen mit Eierstockkrebs teil, der empfindlich auf eine platinbasierte Chemotherapie reagierte, aber nach mindestens einer ersten Therapie zurückkehrte. 240 Teilnehmerinnen unterzogen sich einer erneuten Operation gefolgt von einer platinbasierten Chemotherapie, 245 erhielten nur eine Chemotherapie. 84 Prozent der Patientinnen erhielten neben der Chemotherapie noch eine Therapie mit einem Antikörper und anschließend den Antikörper als Erhaltungstherapie weiter. 

Die erneute Operation zahlte sich nicht aus, das Gesamtüberleben war in der Operationsgruppe nicht besser als in der Chemotherapiegruppe. Dies war unabhängig davon, welche Chemotherapeutika bei der Therapie verwendet wurden. 

Eine erneute Operation sei nach einem Rückfall bei Eierstockkrebs, der empfindlich auf Chemotherapie reagiert, nicht wirksamer als eine alleinige Chemotherapie, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Quelle:

Coleman RL et al. Secondary Surgical Cytoreduction for Recurrent Ovarian Cancer. New England Journal of Medicine 2019, 381:1929-39

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 27.11.2020 19:40