Risikofaktoren für Krebserkrankungen: Lebensalter und Rauchen vorn dran

Nachricht vom 08.08.2022

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In einer Studie wurde untersucht, welche Faktoren das Risiko für Personen, innerhalb der nächsten fünf Jahre an Krebs zu erkranken, besonders stark erhöhen.

Mit dem Lebensalter steigt das Risiko für Krebserkrankungen. Und: Wer raucht, steigert sein Risiko für Krebs noch einmal deutlich. Diese Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer sind keine Überraschung. Doch die beiden Risikofaktoren heben sich in der Untersuchung noch einmal klar von anderen Risikofaktoren ab.

Ausgewertet wurden die Daten von insgesamt 429.991 Personen aus zwei Studien, der Cancer Prevention Studie-II und der Nutrition Cohort and Cancer Prevention Studie-3. Identifiziert werden sollten Faktoren, die das absolute Risiko, innerhalb der nächsten fünf Jahre an Krebs zu erkranken, um mehr als zwei Prozent erhöhten. 

In 15.226 Fällen wurde in den jeweils fünf Beobachtungsjahren die Diagnose einer invasiven Krebserkrankung gestellt. In 57% der Krebsfälle bei Männern und 50% der Fälle bei Frauen handelte es sich um Erkrankungen, für die bereits Screeninguntersuchungen zur Vorsorge bzw. Früherkennung etabliert sind. Am häufigsten traten Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern auf.

Das höchste Risiko hatten Raucher. Bei Männern kristallisierten sich zudem als besondere Risikofaktoren regelmäßiger hoher Alkoholkonsum, eine familiäre Vorbelastung mit Krebserkrankungen, regelmäßiger hoher Verzehr von rotem Fleisch und körperliche Inaktivität heraus. Bei Frauen waren es vor allem ein erhöhter Body Mass Index als Zeichen für Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2, die operative Entfernung der Gebärmutter, Geburten, eine familiäre Vorbelastung mit Krebserkrankungen, Bluthochdruck, Sterilisation und körperliche Inaktivität. Zudem stieg das Risiko für Krebs in den nächsten fünf Jahren bei allen Personen, die älter als 50 Jahre waren, bei jüngeren Personen, die aktiv rauchten oder geraucht hatten, und bei jüngeren Nichtrauchern, die einen BMI > 25 kg/m2 aufwiesen oder einen Verwandten ersten Grades mit einer Krebserkrankung hatten, um jeweils mehr als zwei Prozent.

Neben einem erhöhten Lebensalter sind eine Rauchervorgeschichte, eine familiäre Vorbelastung an Krebserkrankungen und ein hoher BMI besonders prädestinierend für die Entwicklung von Krebserkrankungen, so die Studienautoren abschließend.

 

Quelle:

Patel AV et al. Key risk factors for the relative and absolute 5-year risk of cancer to enhance cancer screening and prevention. Cancer 2022, DOI: 10.1002/cncr.34396

 

(KvK)

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