Risikofaktor für Schilddrüsenkrebs

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Fettleibigkeit und eine Gewichtszunahme im Erwachsenenalter erweisen sich in einer Studie als Risikofaktor für papillären Schilddrüsenkrebs.

Starkes Übergewicht erhöht offenbar das Risiko für papillären Schilddrüsenkrebs. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

In der Fall-Kontrollstudie wurden die Daten von 516 Patienten mit papillärem Schilddrüsenkrebs und 516 Kontrollpersonen ohne Schilddrüsenkrebs miteinander verglichen. Bei den Studienteilnehmern waren die Körpermaße zu verschiedenen Zeitpunkten erhoben worden, wie das Körpergewicht und der Body Mass Index (BMI). Es wurde auch erfragt, ob die Personen nach dem 35. Lebensjahr an Körpergewicht zugelegt hatten, und wenn ja, um wieviel.

Personen, die fettleibig waren, also einen stark erhöhten BMI von 30 oder mehr hatten, wiesen ein fast dreifach höheres Risiko für papillären Schilddrüsenkrebs auf als Personen mit Normalgewicht. Auch war das Schilddrüsenkrebsrisiko erhöht, wenn das Körpergewicht und damit der BMI nach dem 35. Lebensjahr stark zugenommen hatten.

Damit, so die Studienautoren, habe sich in dieser Studie ein Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit bzw. einer Körpergewichtszunahme im mittleren Erwachsenenalter und einem erhöhten Risiko für papillären Schilddrüsenkrebs gezeigt. 

 

Quelle:

Hua M-J et al. Body mass index and weight gain after middle adulthood are associated with risk of papillary thyroid cancer: A case–control study. Cancer Epidemiology 2021, 75:102039; https://doi.org/10.1016/j.canep.2021.102039

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 26.11.2021 16:25