Risiko für Thromboembolie bei B-Zell-Lymphom

Nachricht vom 07.04.2022

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Ältere Patienten mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom haben ein erhöhtes Risiko.

Ältere Patienten mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom haben ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien. Das zeigen die Ergebnisse einer Datenanalyse, die in der Fachzeitschrift Cancer veröffentlicht wurden.

In die Analyse wurden die Daten von 5.537 Patienten ab 66 Jahren mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom und ebenso vielen nicht an Krebs erkrankten Kontrollpersonen einbezogen. Untersucht wurde, wie oft sich im ersten Jahre nach der Lymphomdiagnose eine venöse Thromboembolie entwickelte.

Tatsächlich traten bei 8,3 Prozent der Lymphompatienten und 1,5 Prozent der Kontrollpersonen venöse Thromboembolien auf. Das Risiko für eine venöse Thromboembolien war damit bei den Patienten mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom im Vergleich zu den Kontrollpersonen um mehr als das Achteinhalbfache erhöht. Besonders hoch war das Risiko, wenn es schon vor der Krebserkrankung einmal zu einem Ereignis mit einer venösen Thromboembolie gekommen war. 

Damit, so die Einschätzung der Studienautoren, habe sich bestätigt, dass ältere Patienten mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom ein erhöhtes Risiko haben, eine venöse Thromboembolie zu entwickeln. Bei einem solchen Ereignis wird eine Vene durch ein Blutgerinnsel verschlossen, wodurch letztlich eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann.

 

Quelle:

Gangaraju R et al. Venous-thromboembolism and associated health care utilization in elderly patients with diffuse large B cell lymphoma. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 1. April 2022, https://doi.org/10.1002/cncr.34210

 

(KvK)

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