Risiko für Prostatakrebs

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Nach einer Vasektomie ist es nicht erhöht.

Männer, die sich einer Sterilisation mittels Vasektomie unterziehen wollen, müssen kein erhöhtes Risiko für späteren Prostatakrebs befürchten. Das geht aus einer großen Kohortenstudie hervor, deren Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurden.

Die Forscher analysierten die Daten von rund 364.000 Männern, von denen zwischen 1982 und 2012 rund 7.450 an Prostatakrebs verstarben (CPS-II-Kohorte). Darunter befand sich auch eine Gruppe von rund 66.550 Männern, von denen rund 9.100 während der Studienbeobachtungszeit von 1992 bis 2011 an Prostatakrebs erkrankten (CPS-II Nutrition-Kohorte).

In der CPS-II-Kohorte war die Vasektomie nicht mit einer erhöhten Sterberate an Prostatakrebs verbunden. Auch für die Häufigkeit von Prostatakrebs spielte die Vasektomie keine Rolle: In der CPS-II Nutrition-Kohorte gab es weder einen Zusammenhang zwischen Vasektomie und der Häufigkeit von Prostatakrebs allgemein noch zwischen Vasektomie und der Häufigkeit von hochgradigem Prostatakrebs.

Nach Ansicht der Studienautoren sei somit bei der Planung einer Vasektomie zur Sterilisierung kein erhöhtes Risiko für späteren Prostatakrebs zu befürchten. Bei dem Eingriff werden die Samenleiter durchtrennt, sodass keine Samenzellen mehr ins Ejakulat gelangen. Dadurch kann die Eizelle der Frau beim Geschlechtsverkehr nicht mehr befruchtet werden, eine Schwangerschaft ist ausgeschlossen.

 

Quelle:

Jacobs, E. J. et al.: Vasectomy and Prostate Cancer Incidence and Mortality in a Large US Cohort. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 19. September 2016, doi: 10.1200/JCO.2015.66.2361

 

(kvk)

 

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Weitere Nachrichten zum Thema Krebs:

Zurück

Aktualisiert am: 23.08.2017 16:34