Risiko für Leberkrebs durch Behandlung von Hepatitis C senken

Nachricht vom 28.07.2022

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Das erhöhte Leberkrebsrisiko geht vor allem bei Hoch-Risiko-Patienten nach der Therapie bei Hepatitis C deutlich zurück, aber erst im Verlauf mehrerer Jahre.

Infektionen mit Hepatitis C schädigen dauerhaft die Leber und gelten als Risikofaktor für Leberkrebs. Wenn die Infektion durch eine konsequente antivirale Therapie beseitigt wurde, geht das Krebsrisiko wieder zurück. Es bleibt allerdings offenbar noch einige Jahre hoch, weshalb ein regelmäßiges Screening zur Früherkennung etwaiger Tumoren zu empfehlen ist. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Gastroenterology veröffentlicht wurde.

Für die Analyse wurden die Daten von mehr als 29.000 Patienten eingeschlossen, die sich mit Hepatitis C infiziert hatten und mit antiviralen Mitteln behandelt worden waren. Bei allen konnten die Viren dadurch unter eine bestimmte Grenze gebracht werden. Anschließend wurden die Patienten regelmäßig untersucht, um eventuell auftretenden Leberkrebs frühzeitig zu entdecken.

Das Risiko für Leberkrebs ging nach der antiviralen Therapie merklich zurück. Dies galt vor allem für Patienten, bei denen es infolge der Hepatitis C-Infektion bereits zu starken Leberveränderungen wie Leberzirrhose gekommen war. Jedoch blieb es im Vergleich zum Leberkrebsrisiko in der Allgemeinbevölkerung bis zu sieben Jahre lang erhöht.

Bei den Patienten mit dem ursprünglich höchsten Risiko für Leberkrebs ging nach der erfolgreichen Behandlung der Hepatitis C-Infektion dieses Risiko im Laufe der Zeit deutlich zurück, so die Zusammenfassung der Studienautoren. Doch sei vor allem in diesen ersten sieben Jahren und vermutlich auch danach allen Patienten mit durchgemachter Hepatitis C-Infektion ein regelmäßiges Screening zur Früherkennung von Leberkrebs unbedingt zu empfehlen.

 

Quelle:

Kim NJ et al. Hepatocellular carcinoma risk declines but remains high enough for screening in the first 7 years a!er HCV cure with DAAs in patients with cirrhosis or high FIB-4. Gastroenterology, Onlinevorabveröffentlichung am 28. Juni 2022, doi: 10.1053/j.gastro.2022.06.057

 

(KvK)

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