Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs senken

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Mit einem gesunden Körpergewicht in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter.

Übergewicht ist ein Risikofaktor für zahlreiche Krebserkrankungen, darunter auch Bauchspeicheldrüsenkrebs. Wie eine neue Publikation in der Fachzeitschrift American Journal of Epidemiology zeigt, ist es vor allem dann ungünstig, wenn das Körpergewicht schon in jungen Jahren zu hoch ist.

In der Studie wurden die Daten von 963.317 Erwachsenen im Alter von 30 bis 89 Jahren ausgewertet, die im Jahr 1982 in eine Studie zur Krebsprävention aufgenommen worden waren. Bis zum Jahr 2014 waren 8.354 Teilnehmer an den Folgen einer Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung verstorben. Es zeigte sich ein Zusammenhang zu Übergewicht: Bei zunehmendem Body Mass Index (BMI) stieg das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dies galt stärker für Personen, die schon vor dem 50. Lebensjahr einen erhöhten BMI als Ausdruck von Übergewicht aufwiesen. 

Die Forscher errechneten, dass bei den zwischen 1970 und 1974 Geborenen gut ein Viertel (28%) aller Todesfälle wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs in den USA auf einen BMI von 25 kg/m2 oder mehr zurückzuführen waren. Dies waren nach Aussage der Forscher ein fast doppelt so hoher Anteil wie noch bei den in den 1930er Jahren Geborenen, die im mittleren Alter im Durchschnitt einen deutlich niedrigeren BMI aufwiesen als die später Geborenen.

Nach Ansicht der Forscher könne mit einem gesunden Körpergewicht im jungen Erwachsenenalter das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, gesenkt werden.

 

Quelle:

Jacobs EJ et al. The Association of Body Mass Index with Pancreatic Cancer: Variation by Age at Body Mass Index Assessment. American Journal of Epidemiology, Onlinevorabveröffentlichung am 11. Oktober 2019, kwz230, https://doi.org/10.1093/aje/kwz230

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 11.12.2019 18:21