Risiko für Analkrebs bei HPV-Infektion

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Wenn eine HIV-Infektion und eine HPV-Infektion im Anogenitalbereich zusammenkommen, besteht ein erhöhtes Risiko für Analkrebs.

Bei einer HIV-Infektion ist das Immunsystem beeinträchtigt, sodass Krankheitserreger nicht richtig abgewehrt werden können. Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV), die Warzen im Anogenitalbereich verursachen, können deshalb mit höherer Wahrscheinlichkeit auftreten. Wenn es dazu kommt, besteht offenbar auch ein erhöhtes Risiko, dass sich Analkrebs entwickelt. Dies berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology.

Die Forscher untersuchten die Daten von 6.515 Erwachsenen, bei denen eine HIV-Infektion nachgewiesen worden war. 383 und damit knapp sechs Prozent von ihnen entwickelten Anogenitalwarzen. Sie hatten ein fast 13mal höheres Risiko, im weiteren Verlauf an Analkrebs zu erkranken, als Personen, die keine Anogenitalwarzen bekamen.

Personen mit HIV-Infektion, die bei einer Infektion mit HP-Viren Anogenitalwarzen entwickeln, haben offenbar ein erhöhtes Risiko für Analkrebs, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. Darauf sollte in der medizinischen Begleitung geachtet werden.

 

Quelle:

Arnold JD et al. The Risk of Anal Carcinoma After Anogenital Warts in Adults Living With HIV. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 13. Januar 2021, doi:10.1001/jamadermatol.2020.5252

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 24.09.2021 14:31