Rhabdomyosarkom im Kopf-Halsbereich bei Kindern

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Ein Rückfall tritt in der Mehrzahl der Fälle in der Nähe des ursprünglichen Tumorortes auf.

Wenn bei Kindern, die an einem Rhabdomyosarkom im Kopf-Halsbereich erkrankt sind, der Krebs nach der Therapie wiederkehrt, geschieht dies offenbar bevorzugt in der Nähe des ursprünglichen Tumorortes. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift European Journal of Cancer.

In der Studie wurden die Daten von 165 Patienten mit lokal begrenztem Rhabdomyosarkom im Kopf-Halsbereich einbezogen. Die Patienten waren bei der Erstdiagnose wenige Monate bis 25 Jahre alt. Am häufigsten betrafen die Tumoren die Wange, das Kinn oder die Nasenflügel. In vielen Fällen wies das Tumorgewebe Eigenschaften auf, die auf eine eher ungünstige Prognose hindeuteten. Die meisten Patienten wurden bestrahlt und/oder operiert. 

Ca. ein Viertel der Patienten erlebte innerhalb von fünf Jahren einen Rückfall. Diese traten vor allem in der Mundhöhle, in der Ohrspeicheldrüse, in der Wange, dem Kinn und am Nasenflügel auf. In der Mehrzahl der Fälle kam der Rückfall in der Nähe des ursprünglichen Tumorortes, also lokoregional. Nach fünf Jahren waren 85 Prozent der Patienten noch am Leben, drei Viertel hatten kein weiteres Krankheitsereignis erlebt. An welcher Stelle des Kopfes oder Halses der ursprüngliche Tumor aufgetreten war, hatte keinen Einfluss auf die Prognose.

Grundsätzlich sei die Prognose, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, bei Kindern mit einem Rhabdomyosarkom im Kopf-Halsbereich gut.

 

Quelle:

Glosli H et al. Non-parameningeal head and neck rhabdomyosarcoma in children, adolescents, and young adults: Experience of the European paediatric Soft tissue sarcoma Study Group (EpSSG) - RMS2005 study. European Journal of Cancer 2021, 151:84-93

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 17.09.2021 15:30