Rauchverzicht vor Lungenkrebserkrankung: Bessere Prognose

Nachricht vom 27.05.2023

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Wenn das Rauchen aufgegeben wird, sind die Überlebenszeiten bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs offenbar besser.

Rauchen ist der Hauptverursacher von Lungenkrebs. Doch auch wenn die Weichen zu einer Entwicklung von Lungenkrebs nach langjährigem Rauchen schon gestellt sein sollten – auch spät noch mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich offenbar. Einem Studienbericht in der Fachzeitschrift JAMA Network Open zufolge fiel das Sterberisiko bei Personen, die das Rauchen vor der Lungenkrebsdiagnose aufgegeben hatten, geringer aus.

Die Forscher untersuchten den Zusammenhang anhand der Daten von 5.594 Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. 14 Prozent von ihnen hatten niemals geraucht, 59 waren ehemalige Raucher und 27 Prozent waren auch zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose und danach aktive Raucher.

Die Sterblichkeit war bei den ehemaligen Rauchern im Vergleich zu den Niemalsrauchern um ein Viertel höher. Bei den aktiven Rauchern jedoch war sie sogar um gut zwei Drittel (68%) erhöht. Je länger der Verzicht auf das Rauchen zurücklag, desto geringer fiel die Sterblichkeit aus. Dies galt im Übrigen unabhängig davon, ob der Lungenkrebs im einem früheren oder späteren Stadium diagnostiziert worden war.

Die Studie zeige, dass das Aufgeben des Rauchens mit einer geringeren Sterblichkeit nach der Diagnose von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs einhergehe, so die Studienautoren. Die Überlebenszeit fiele auch dann bei aktiven Rauchern geringer aus, wenn der Tumor in einem frühen Stadium erkannt werde. 

 

Quelle:

Wang X et al. Prediagnosis Smoking Cessation and Overall Survival Among Patients With Non–Small Cell Lung Cancer. JAMA Network Open 2023;6(5):e2311966. doi:10.1001/jamanetworkopen.2023.11966

 

(kvk)

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