Rauchverzicht lohnt immer

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Aber: Je früher, desto besser. Das Lungenkrebsrisiko nimmt nach dem Rauchstopp zwar stetig ab, bleibt aber lange noch erhöht.

Es lohnt sich immer mit dem Rauchen aufzuhören! Das ist eine Botschaft einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute. Eine andere lautet: Es ist zwar nie zu spät, aber es kann auch nie früh genug sein.

In der Untersuchung werteten die Forscher die Daten von mehreren Studien aus, in denen unter anderem das Rauchverhalten der Teilnehmer ermittelt worden war. Innerhalb des Beobachtungszeitraums von rund 29 Jahren erkrankten einige der Teilnehmer an Lungenkrebs. Keine Überraschung dabei: Diejenigen, die mal stark geraucht hatten, erkrankten deutlich häufiger daran als Niemalsraucher. Selbst nach 25 Jahren noch war ihr Risiko für Lungenkrebs knapp viermal so hoch wie das von Niemalsrauchern. 

Jedoch zeigte sich auch, dass sich das Aufhören lohnt. So hatten starke Raucher innerhalb der ersten fünf Jahre nach dem Rauchstopp noch ein um das Zwölffache höheres Lungenkrebsrisiko als Niemalsraucher. Und: Innerhalb der ersten fünf Jahre konnten sie ihr Lungenkrebsrisiko um knapp 40 Prozent senken. 

Vier von zehn Lungenkrebsfällen unter ehemaligen Rauchern traten allerdings frühestens 15 Jahre, nachdem diese mit dem Rauchen aufgehört hatten, auf. Die Studie zeigt also auch: Es ist nach dem Rauchverzicht noch lange erhöhte Aufmerksamkeit geboten, um eine eventuelle Lungenkrebserkrankung möglichst frühzeitig zu bemerken.

 

Quelle:

Tindle H A et al. Lifetime Smoking History and Risk of Lung Cancer: Results From the Framingham Heart Study. Journal of the National Cancer Institute 2018, 110(11):1201-7

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 26.06.2019 16:21