Rauchen ungünstig bei Prostatakrebs

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Es verschlechtert die Prognose – egal, ob vor oder nach der Krebsdiagnose geraucht wird.

Rauchen wirkt sich auf die Prognose bei Prostatakrebs ungünstig aus. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention veröffentlicht wurden.

In der Studie wurden die Daten von Prostatakrebspatienten analysiert, deren Tumor sich bei der Diagnose noch nicht mit Tochtergeschwülsten (Metastasen) in andere Organe ausgebreitet hatte. Unter anderem waren die Männer zu Studienbeginn nach ihren Rauchgewohnheiten befragt worden, zwei Jahre später noch einmal.

Sowohl die Patienten, die vor der Krebsdiagnose geraucht hatten, als auch die Patienten, die nach der Krebsdiagnose rauchten, hatten eine ungünstigere Prognose – die prostatakrebsbedingte Sterblichkeit war bei ihnen im Vergleich zu Niemalsrauchern erhöht. Immer noch leicht erhöht war das Sterberisiko bei ehemaligen Rauchern, die weniger als 20 Jahre vor der Krebsdiagnose damit aufgehört hatten. Die Ergebnisse hatten so auch Bestand, wenn das Tumorstadium und der Tumorgrad (Gleason Score) als eigenständige Einflussparameter auf die Prognose berücksichtigt wurden.

Offenbar, so die Interpretation der Studienautoren, sei das Rauchen ein relevanter Faktor für die Prognose bei einer Prostatakrebserkrankung.

 

Quelle:

Gansler T et al. Smoking and Prostate Cancer–Specific Mortality after Diagnosis in a Large Prospective Cohort. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention 2018, 27(6):1-8

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 18.10.2018 16:33