Rauchen ungünstig bei Mundhöhlenkrebs

Nachricht vom 28.02.2022

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Die Prognose wird offenbar schlechter, wenn das Rauchen nach der Diagnose nicht aufgegeben wird.

Wie wirkt es sich aus, wenn Patienten mit Mundhöhlenkrebs auch nach der Diagnose das Rauchen nicht aufgeben? Dieser Frage gingen dänische Wissenschaftler in einer Studie nach und werteten dafür Daten von Patienten aus, die in den Jahren 2000 bis 2019 wegen eines Plattenepithelkarzinoms im Mund behandelt worden waren. Der Bericht zur Studie wurde in der Fachzeitschrift Acta Oncologica veröffentlicht.

Eingeschlossen wurden die Daten von 1.717 Patienten, darunter 63 Prozent Männer. Alle waren wegen eines Plattenepithelkarzinoms im Mund behandelt worden, knapp 54 Prozent von ihnen hatten die ersten fünf Jahre nach der Diagnose überlebt. Wie sich herausstellte, wirkte es sich auf die Prognose ungünstig aus, wenn die Patienten das Rauchen nach der Diagnose nicht aufgaben. So hatten aktive Raucher im Vergleich zu Niemals-Rauchern ein schlechteres krankheitsfreies Überleben und auch ein schlechteres Gesamtüberleben. Bei früheren Rauchern hingegen waren die Überlebensaussichten im Vergleich zu Niemals-Rauchern nicht schlechter. 

Es spielte eine Rolle, wie lange die Patienten rauchten – je länger, desto ungünstiger für die Überlebensaussichten. Zudem hatten auch der Alkoholkonsum und der Ort des Tumors einen Einfluss auf die Wirkung des Rauchens. Hier kommt es offenbar zu Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Risikofaktoren.

 

Quelle:

Oester Andersen A et al. The impact of tobacco smoking on survival of patients with oral squamous cell carcinoma: a population-based retrospective study. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 4. Februar 2022, https://doi.org/10.1080/0284186X.2022.2033830

 

(kvk)

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