Rauchen und Krebs: Nach wie vor hochaktuell

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In den USA gehen drei von zehn krebsbedingten Todesfällen auf das Konto des Rauchens. Bei Männern sind es in manchen Regionen sogar vier von zehn.

In puncto Entstehung ist bei bestimmten Krebsarten das Rauchen der Risikofaktor Nummer 1. Eine neue Studie aus den USA in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine belegt dies eindrücklich. In dieser Arbeit untersuchten Wissenschaftler, wieviele Krebstote in den einzelnen US-Bundesstaaten vermutlich allein auf das Rauchen zurückzuführen sind.

Die Forscher bezogen sich auf die Sterberaten an Krebs im Jahr 2014 in den USA, wobei zwölf Krebsarten, für die Rauchen als Risikofaktor gilt, berücksichtigt wurden: Akute myeloische Leukämie, Mundhöhlen- und Rachenkrebs, Kehlkopfkrebs, Lungenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Nierenkrebs und Harnblasenkrebs.

Für das Jahr 2014 ergaben sich 167.133 Todesfälle an Krebs, die auf das Rauchen zurückgeführt werden konnten – dies war ein Anteil von 28,6 Prozent an allen Krebstodesfällen der USA. Bei Männern reichte der Anteil der rauchbedingten Krebstodesfälle von 22 Prozent im Bundesstaat Utah bis zu knapp 40 Prozent in Arkansas und betrug mit Ausnahme von Utah überall mehr als 30 Prozent. Bei Frauen waren die Werte niedriger, sie reichten von elf Prozent in Utah bis knapp 30 Prozent in Kentucky. 

Vor allem im Süden des Landes war die Rate an rauchbedingten Krebstodesfällen hoch. Die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren des Rauchens und die Angebote für Nichtraucherprogramme reichten nach Ansicht der Studienautoren offensichtlich noch nicht aus.

 

Quelle:

Lortet-Tieulent, J. et al.: State-Level Cancer Mortality Attributable to Cigarette Smoking in the United States. JAMA Internal Medicine, Onlinevorabveröffentlichung am 24. Oktober 2016, doi:10.1001/jamainternmed.2016.6530

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35