Rauchen mit schlechterer Prognose bei malignem Melanom

Nachricht vom 02.04.2024

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Aktives Rauchen ist offenbar mit einem erhöhten Sterberisiko bei Melanomen im Frühstadium verbunden.

Rauchen kann bei einer Erkrankung an schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, die Überlebensaussichten verschlechtern. Diesen Schluss lassen die Ergebnisse einer Kohortenstudie zu, in der untersucht wurde, ob und wie sich Rauchen auf den Krankheitsverlauf bei Patienten mit malignem Melanom im frühen Stadium auswirkt. Der Bericht zur Studie erschien in der Fachzeitschrift JAMA Network Open.

In der Analyse wurden nachträglich die Daten randomisierter Studien ausgewertet, an der sich Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren mit einem Melanom im Stadium I oder II beteiligt hatten. Es war unter anderem festgehalten worden, ob sie rauchten oder ehemalige Raucher waren. Von insgesamt 6.279 Personen waren 3.635 Männer, das Durchschnittsalter lag bei rund 53 Jahren. Am häufigsten befanden sich die Melanome an den Armen oder Beinen. 1.077 Personen waren aktive Raucher, 1.694 ehemalige Raucher und 3.508 Personen hatten niemals geraucht.

Aktives Rauchen war im Vergleich zum Nichtrauchen mit einem erhöhten Risiko verbunden, an dem Melanom zu versterben. Ehemalige Raucher hingegen hatten ein solch erhöhtes Sterberisiko nicht. Auch die Menge der täglich gerauchten Zigaretten wirkte sich aus – je mehr desto höher war die Wahrscheinlichkeit, am Melanom zu sterben.

Rauchen sei offenbar ein eigener Risikofaktor dafür, dass maligne Melanome weiter voranschreiten und zum Tode führen, so das Fazit des Berichts. Der Raucherstatus solle deshalb bei der Diagnose eines Melanoms standardmäßig erhoben werden. Auch wenn durch die Art der vorliegenden Analyse keine Kausalität von Rauchen und erhöhtem Sterberisiko bewiesen werden kann, lassen die Ergebnisse doch darauf schließen, dass Rauchen den Krankheitsprozess beim Melanom begünstigt.

 

Quelle:

Jackson KM et al. Smoking Status and Survival in Patients With Early-Stage Primary Cutaneous Melanoma. JAMA Network Open 2024;7(2):e2354751

 

(KvK)

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