Rauchen bei Darmkrebs? Besser nicht

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Aktive Raucher haben bei Darmkrebs eine ungünstigere Prognose

Rauchen fördert nicht nur die Entstehung von Darmkrebs, sondern wirkt sich auch ungünstig auf die Prognose der Erkrankten aus. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

An der Studie beteiligten sich erwachsene Personen, die bereits eine Darmkrebserkrankung hinter sich hatten. Zu Beginn waren alle nach einer entsprechenden Therapie krebsfrei. Jedoch kehrte die Erkrankung bei einem Teil der Patienten während der Studie zurück, einige starben an den Folgen. Zu Beginn der Untersuchung und im weiteren Verlauf waren die Teilnehmer u.a. zu ihren Rauchgewohnheiten befragt worden.

Tatsächlich hatten aktive Raucher im Vergleich zu Niemals-Rauchern ein zweifach höheres Risiko, nach der Darmkrebsdiagnose zu sterben, wobei sowohl der Darmkrebs als auch andere Erkrankungen als Ursache für den Tod infrage kamen. Bei ehemaligen Rauchern war zwar das allgemeine Sterberisiko größer als bei Niemals-Rauchern, nicht jedoch das darmkrebsbedingte.

Die Überlebensaussichten seien im Falle einer Erkrankung an Darmkrebs offenbar größer, wenn auf das Rauchen verzichtet würde, auch wenn die Krankheit zunächst besiegt scheint, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Quelle:

Yang, B. et al.: Active Smoking and Mortality Among Colorectal Cancer Survivors: The Cancer Prevention Study II Nutrition Cohort. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Februar 2015, doi: 10.1200/JCO.2014.58.3831

(kvk)

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Aktualisiert am: 17.11.2017 13:18