Rauchen begünstigt Kopf-Halstumoren

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Je länger, desto mehr.

Rauchen begünstigt die Entstehung bösartiger Kopf-Halstumoren, das ist seit längerem bekannt. Besonders hoch ist das Risiko für junge Raucher, was offenbar mit der Dauer der Rauchexposition zusammenhängt. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Die Forscher werteten Daten aus 27 Studien mit insgesamt 17.146 Patienten mit Kopf-Halstumor und 17.449 Kontrollpersonen aus. Dabei hatten Personen, die schon in jungen Jahren geraucht hatten, ein höheres Risiko für Kopf-Halstumoren als Personen, die erst später mit dem Rauchen begonnen hatten. Wie sich zeigte, hing dieses erhöhte Risiko mit der Dauer des Rauchens zusammen: Wer früh damit beginnt, raucht im Laufe seines Lebens unter Umständen viele Jahre und damit viele Zigaretten.

Je früher mit dem Rauchen begonnen wird, desto höher sei das Risiko für Kopf-Halstumoren, so die Studienautoren. Dies sei offenbar nicht auf eine höhere Empfindlichkeit oder dergleichen zurückzuführen, sondern auf die letztlich höhere Zahl an Zigaretten, die im Laufe eines langen Raucherlebens zusammenkommt.

 

Quelle:

Chang C-P et al. Age at start of using tobacco on the risk of head and neck cancer: Pooled analysis in the International Head and Neck Cancer Epidemiology Consortium (INHANCE). Cancer Epidemiology 2019, 63: 101615

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Zurück

Aktualisiert am: 11.12.2019 18:21