Rauchen aufgeben lohnt: Spätestens nach der Darmkrebsdiagnose

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Raucher, die an Darmkrebs erkrankt sind, haben eine bessere Prognose, wenn sie das Rauchen aufgeben.

Rauchen gilt als Risikofaktor für die Entstehung von Darmkrebs. Und auch die Prognose im Falle einer Erkrankung hängt davon ab, ob ein Patient raucht oder nicht. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Annals of Oncology.

In der Metaanalyse wurden die Daten von 12.414 Patienten aus 14 vorausplanenden, sogenannten prospektiven Studien berücksichtigt. Die Hälfte der Patienten war zum Zeitpunkt der Diagnose 64 Jahre und älter. Alle hatten eine Darmkrebserkrankung mit entsprechenden Therapien durchlitten, sie wurden in den Studien durchschnittlich fünf Jahre nach der Diagnose begleitet. 

In den Beobachtungszeiträumen starben insgesamt 5.229 Patienten, davon 3.194 an den Folgen der Darmkrebserkrankung. Aktive Raucher und frühere Raucher hatten im Vergleich zu Niemals-Rauchern ein schlechteres Gesamtüberleben. Doch lohnte sich das Aufhören: Diejenigen, die das Rauchen spätestens, als sie von ihrer Darmkrebserkrankung erfuhren, aufgaben, hatten bessere Überlebenschancen als diejenigen, die auch nach der Diagnose weiterrauchten. Die Unterschiede betrafen auch das Langzeitüberleben zehn Jahre nach der Diagnose und später.

 

Quelle:

Ordóñez-Me J M et al. Impact of prediagnostic smoking and smoking cessation on colorectal cancer prognosis: a meta-analysis of individual patient data from cohorts within the CHANCES consortium. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 13. Dezember 2017, https://doi.org/10.1093/annonc/mdx761

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.05.2018 15:07