Rauchen als Risikofaktor für Brustkrebs

Nachricht vom 31.10.2022

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Bis zur Menopause ist Rauchen ein Risikofaktor für Brustkrebs. Auch die Intensität, mit der geraucht wird, entscheidet.

Regelmäßiges Rauchen, sei es aktiv oder passiv, erhöht das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Das bestätigen die Ergebnisse einer zusammenfassenden Meta-Analyse über insgesamt 77 Beobachtungsstudien, die über die Zeit in verschiedenen Fachjournalen veröffentlicht worden waren. Die Ergebnisse dieser Meta-Analyse erschienen in der Fachzeitschrift Frontiers in Oncology.

Einbezogen wurden die Daten von insgesamt mehr als zwei Millionen Personen. Es zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Rauchen und der Häufigkeit von Brustkrebs bei Frauen. Speziell Frauen vor der Menopause hatten ein signifikant erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, wenn sie aktiv oder passiv rauchten. Nach den Wechseljahren war der Zusammenhang nicht mehr statistisch signifikant. 

Auch gab es Unterschiede bei den verschiedenen Krebstypen. So erhöhte aktives Rauchen das Risiko für hormonempfindlichen (Östrogenrezeptor-positiven) Brustkrebs, nicht jedoch für hormonunempfindlichen (Östrogenrezeptor-negativen) Brustkrebs. Und es kam auf die Intensität, mit der geraucht wurde, ebenso wie auf die Dauer an. Schon weniger als zehn Zigaretten am Tag steigerten das Brustkrebsrisiko, mehr Zigaretten aber erhöhten es noch deutlich mehr. Wenn Frauen das Rauchen aufgaben, hatten sie noch bis zu zwanzig Jahre lang ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Die Studienergebnisse bestätigten, dass Rauchen bei Frauen ein unabhängiger Risikofaktor für Brustkrebs ist, wobei offenbar noch weitere Faktoren wie beispielsweise die Intensität des Rauchens und der Hormonhaushalt der Frauen eine Rolle spielen, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

 

Quelle:

He Y et al. The relationship between tobacco and breast cancer incidence: A systematic review and meta-analysis of observational studies. Frontiers in Oncology, 12:961970. doi:10.3389/fonc.2022.961970

 

(KvK)

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